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Noch ist nicht alles gut - daher nehmen die Piraten beim CSD teil

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Eintrag von Monomo am 19 July 2011 | 0 Kommentare

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Auch in diesem Jahr finden wieder zahlreiche Veranstaltungen im Rahmen des Christopher Street Day in Stuttgart statt. Wie schon im vergangenen Jahr beteiligt sich die Piratenpartei aktiv am CSD und ist in der Parade am 30. Juli mit vertreten.

Wir setzen uns für die Gleichwertigkeit aller Menschen ein. Mit ein Grund, warum wir eine wertende Unterscheidung der Geschlechter ablehnen und die Gleichberechtigung der verschiedenen Lebensmodelle fordern. Dementsprechend ist es für uns ein logischer Schritt, für die Gleichberechtigung von Transgendern, Schwulen, Lesben und Transsexuellen auch auf die Straße zu gehen.

Die aktuelle Landesregierung hat angekündigt, dass in Zukunft die „Eingetragene Lebenspartnerschaft“ in ganz Baden-Württemberg auch auf Standesämtern geschlossen werden kann. Bislang war für die Paare zur Verpartnerung oft der unwürdige Gang zur Zulassungsstelle notwendig.

Für die Piraten ist das aber nur ein erster Schritt in die richtige Richtung. Bis zu einer echten und vollständigen Gleichstellung von homo-, bi- und heterosexuellen Menschen ist es noch ein weiter Weg. Der CSD ist nicht nur ein wichtiges gesellschaftliches und politisches Symbol der Toleranz, sondern jedes Jahr ein unterhaltsamer Höhepunkt im öffentlichen Leben unserer Stadt.

Die Schirmherrschaft übernimmt in diesem Jahr Oberbürgermeister Wolfgang Schuster. Aufgrund seiner Rolle im umstrittenen Bahnprojekt Stuttgart 21 kam es bereits bei der Eröffnungsveranstaltung zu Konflikten mit Projektgegnern. Nicht zuletzt deshalb hat die Interessengemeinschaft CSD Stuttgart einen Appell [1] verfasst, in dem klargestellt wird, dass der Christopher Street Day nichts mit einem Infrastrukturprojekt zu tun hat. Stellungnahmen zum Projekt „S21“ seien auf der Parade nicht erwünscht. Auf der Sicherheitseinweisung sagte Christoph Michl, Vorstand der IG CSD Stuttgart e.V.: „Solange mir niemand beweist, dass der Bahnhof schwul, lesbisch oder ein Transgender ist, bleibt das Projekt kein Thema für einen CSD.“

Die Piraten unterstützen die Forderung der IG CSD Stuttgart. „Der Christopher Street Day steht für Toleranz und Gleichberechtigung. Eine Vereinnahmung durch andere Themen würde den Zielen der Veranstaltung schaden.“ erklärt Christian Brugger-Burg, CSD-Koordinator der Piratenpartei Stuttgart.


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