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"Den Geburtsfehler des Internets - kostenlose Inhalte - zu beseitigen ist aber schwierig und langwierig."
Monika Piel, Vorsitzende der ARD, Tagesspiegel-Interview vom 3.1.2011
Die aktuelle politische Diskussion rund um die Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken treibt bei den Energieversorgern merkwürdige Blüten. Die nach wie vor gültigen Atomausstiegsgesetze schreiben Atomkraftwerken wie dem KKW Neckarwestheim, dass nur 28km* von der Stuttgarter Stadtmitte entfernt liegt, eine gewisse Reststrommenge vor, die diese noch produzieren dürfen, bevor sie vom Netz gehen müssen. Einem aktuellen Bericht zufolge betreibt die EnBW das Kraftwerk zur Schonung der Reststrommenge auf unter 25% seiner Nennleistung mit dem Resultat, dass ein sehr großer Teil der überhaupt produzierten Energie für den eigenen Betrieb benötigt wird. Der Eigenbedarf des Reaktors entspricht derzeit etwa dem durchschnittlichen Stromverbrauch von 100.000 Familien (vierköpfige Familie mit angenommenem Jahresverbrauch von 4000 kWh). Sieht so ein "unentbehrliches" Kernkraftwerk aus, dessen Laufzeit unbedingt verlängert werden muss?