Allgemein

Piraten starten mobile Feinstaub-messungen

Feinstaubmessungen in Stuttgart

Das Thema Feinstaub begleitet die Stadt Stuttgart seit Jahren, doch seitens Stadt und Land gibt es nur wenige Messstationen. Mit dem Ziel, flächendeckende Daten für Stuttgart zu sammeln, unterstützt das OK Lab Stuttgart das Citizen Science Projekt luftdaten.info

Dieses Projekt ermöglicht es jedem Bürger eigene Feinstaubsensorten zu bauen, selbst Daten zur Feinstaubbelastung zu erfassen und diese unter luftdaten.info/ für jedermann zur Verfügung zu stellen.

Die Piratenpartei verfolgt dieses Open-Data-gestützte und transparenzfördernde Projekt bereits seit geraumer Zeit mit Begeisterung.„Es ist fantastisch zu sehen, wie viele Menschen sich daran beteiligen.“ sagt Oliver Burkardsmaier, Kreisvorsitzender der Piratenpartei Stuttgart. „Dem Projekt ist es zu verdanken, dass es heute in Stuttgart neben den Sensoren, welche die Stadt aufgestellt hat, auch hunderte von privat produzierten und aufgestellten Sensoren gibt.“

Die Sensoren benötigen jedoch eine Anbindung an Strom und Internet, und können dadurch nur an Orten aufgestellt werden, die beides zur Verfügung haben. Meist sind das die Wohnungen derjenigen Personen, die an dem Projekt teilnehmen. Einige der am stärksten befahrenen Straßen Stuttgarts können durch diese Sensoren nicht abgedeckt werden. 

Die Idee wird ausgebaut

Der Feinstaubsensor entsteht

So entstand bei den Stuttgarter Piraten die Idee, ergänzend zu den bestehenden stationären Sensoren, ein mobiles und autonomes Messgerät zu bauen, mit dem es möglich sein sollte, auch an Orten, die bislang nicht kartographiert werden konnten, die Feinstaubbelastung zu messen. 

Christian BruggerBurg und Oliver Burkardsmaier setzen die Idee in die Praxis um und entwickelten einen Sensor, welcher seine Daten lokal speichert und über eine Batterie mit Strom versorgt wird. Nun kann an jedem beliebigen Ort für bis zu zwei Wochen die Feinstaubbelastung gemessen und protokolliert werden. 

Der mobile Sensor ist einsatzbereit

Das Messgerät liefert Messdaten für jedermann

Einen ersten Einsatz erlebte der Sensor bei eisiger Kälte vor dem alten Feuerwehrhaus am Erin-Schöttle-Platz, wo er beweisen konnte, dass das Messgerät auch bei -15°C fehlerfrei funktionieren.

„Transparenz und der freie Zugang zu Wissen für jedermann sind für uns Piraten Kernanliegen,“ berichtet Christian Brugger-Burg. „Die Daten des Sensors sind deshalb für jedermann einseh- und abrufbar.“

In der Nähe des Sensors ist das WLAN des Geräts verfügbar, das auf den Namen „Feinstaubsensor“ hört. Ruft man vor Ort im Browser etwa seines Handys die URL 10.0.0.1 auf, sieht man die aktuelle Grafik der gemessenen Daten. Darüber hinaus können über einen Link auf dieser Seite die Rohdaten für eine Aufbereitung nach eigenen Bedürfnissen heruntergeladen werden.

0 Kommentare zu “Piraten starten mobile Feinstaub-messungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.