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Zweite Feinstaub-Kehrwoche

Am 22.07. war wegen einer Veranstaltung wieder einmal die B14 in Stuttgart gesperrt.
Die Gelegenheit haben wir direkt ergriffen um erneut eine Kehrwoche im Tunnel zu veranstalten.

Dieses mal haben wir uns die Unterführung unter dem Charlottenplatz vorgenommen. Auch dort sind die Tunnelwände fast schwarz, der Staub liegt millimeterdick auf dem Wänden.

Für uns ein guter Grund, dem zu Leibe zu rücken, und zu Besen und Sauger zu greifen.

Nach den Erfahrungen vom letzten mal haben wir nicht nur an Staubschutzmasken gedacht, wir haben auch bessere Besen verwendet.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: als nach knapp zwei Stunden die Sperrung der Straße aufgehoben wurde, haben wir rund 60m Tunnelwand geputzt und dabei ca. 8 kg Staub eingesaugt.

Die verbesserte Methodik hilft also, noch sehr viel mehr Staub zu beseitigen, der damit nicht mehr zu Feinstaub zerrieben die Luftqualität verschlechtern kann.

Wir arbeiten weiter daran, einen Ansprechpartner der Stadt Stuttgart zu erreichen, um die Maßnahme etwas größer angelegt weiter treiben zu können, da die bisherigen Ergebnisse für uns klar zeigen: Diesen Staub zu entfernen ist eine nützliche Maßnahme, und die Stadt Stuttgart sollte unserem Beispiel folgen und durch die Reinigung von Wänden an stark befahrenen Straßen die Luftbelastung reduzieren.

Oliver Burkardsmaier, Vorsitzender der Piratenpartei Stuttgart, der auch dieses mal wieder zusammen mit Christian-Brugger-Burg mit Besen und Staubsauger die Tunnelwände entstaubt hat, sagt dazu:

„Gerade in Stuttgart, der Welthauptstadt der Kehrwoche, kann es doch nicht sein, dass die Luftverschmutzung einfach ignoriert wird, und als Alibi für einen Haufen Geld so alberne Spielsachen wie die CityTrees aufgestellt werden- diese Blechkästen voll sterbendem Moos, die ja anderenorts wieder abgebaut wurden weil sie keine Verbesserungen gebracht haben.
Wir hatten im Mai schon aufgezeigt, wie viel Staub hier hängt, und wie leicht er zu entfernen wäre. Nachdem die Stadt Stuttgart gerichtlich gezwungen wurde, Maßnahmen zu ergreifen, erschließt sich uns wirklich nicht, warum man diese Staubquellen nicht endlich mal reinigt. In der Zwischenzeit machen wir das eben selbst, hoffen aber, dass die Stadt hier ihre Verantwortung wahrnimmt. Und dass die Wände auch noch besser aussehen, wenn sie nicht vor Dreck starren, ist dabei noch ein schöner Nebeneffekt.“

Der einsetzende heftige Regen hat dann noch dafür gesorgt, dass der restliche aufgewirbelte Staub direkt wieder gebunden wurde.

1 Kommentar zu “Zweite Feinstaub-Kehrwoche

  1. „Blechkästen voll sterbendem Moos“ 😀 😀 😀

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