Allgemein Pressemitteilung

Piratenpartei Stuttgart eröffnet Vortragsreihe mit Cannabis

Die Piratenpartei hat die Vortragsreihe in ihrer Landesgeschäftsstelle im Stuttgarter Osten am 25.03.2014 mit einem Vortrag zum Thema „Vom Coffeeshop zum Cannabis Club – was will Stuttgart?“ eröffnet. Im Beisein von ca. 30 Teilnehmern referierte der Cannabis-Experte Emanuel Kotzian über die unterschiedlichen Gesetzgebungsstandards in den diversen Ländern und stellte die Frage, welche Legalisierungform von Cannabis für Stuttgart am besten passt. Die Diskussion mit den Teilnehmern hat gezeigt, dass die Piraten mit ihrer Themenauswahl richtig lagen. Auch wenn selbstverständlich keine Drogen verteilt wurden, haben die Gäste die Veranstaltung zufrieden und gut informiert verlassen.

Nach einer Einführung in die Gesetzeslage in den unterschiedlichen Ländern ging es Kotzian im Wesentlichen um die Fragestellung, wie in der deutschen Bevölkerung das Tabu-Thema Cannabis versachlicht werden kann, so dass erwachsenen Menschen der Genuss legal ermöglicht werden kann. Bei der Frage der Legalisierungsform kommt es ihm sehr stark darauf an, dass Kinder und Jugendliche keinen Zugang zu Cannabis erhalten. Daher lehnt er eine Abgabe über Automaten, analog der heute gängigen Praxis bei Zigaretten, ab. Viel zu groß ist für ihn die Gefahr, dass sich Kinder die ec-Karte der Eltern „ausleihen“.

Als geeignetste Form der Umsetzung in Deutschland sieht Kotzian den Cannabis Social Club an. Hierfür wird ein Verein gegründet, in dessen Satzung der Anbau von Cannabis festgelegt wird und dessen Mitglieder als Ausgleich für ihren Mitgliedsbeitrag eine bestimmte Menge an Cannabis erhalten. Konsumiert werden kann entweder in den nur für Mitglieder zugänglichen Clubräumen oder zu Hause. Über die Voraussetzung der Volljährigkeit der Mitglieder ist der Kinder- und Jugendschutz gewährleistet. Ergänzt werden kann das Vereinsprogramm um die Erforschung der medizinischen Wirkung von Cannabis.

Insbesondere in einem Bundesland wie Baden-Württemberg, in dem die kommunale Selbstverwaltung ein hohes Gut darstellt, hat jede Kommune die Möglichkeit, im Rahmen eines Modellprojektes die Einrichtung eines Cannabis Social Clubs zu testen und Erfahrungen zu sammeln. Jedem Bürger bietet sich die Möglichkeit, sich an seinen Stadt- oder Gemeinderat zu wenden und ein solches Modellprojekt anzuregen. Bei einem grünen Oberbürgermeister und einem grünen Ministerpräsidenten gehen die Stuttgarter Piraten davon aus, dass eine entsprechende Anfrage eine große Aussicht auf Erfolg hat.

Ein Erfolg war dieser Auftakt auch für die Piraten. „Wir wollen die Landesgeschäftsstelle stärker als bisher nutzen, um mit den Menschen aus Stuttgart und der Umgebung ins Gespräch zu kommen und uns mit ihnen auszutauschen“, sagte Nikolai Kliewer, Leiter der Landesgeschäftsstelle und Spitzenkandidat der Stuttgarter Piraten für die Wahl zur Regionalversammlung im Mai dieses Jahres. „Deshalb haben wir, neben dieser Vortragsreihe, mittlerweile auch jeden Mittwoch ab 18 Uhr geöffnet, um dort zwanglos und ohne Programm Gespräche führen und diskutieren zu können.“

Die nächste Veranstaltung findet am 16. April 2014 ab 19 Uhr wieder in der Landesgeschäftsstelle in der Stöckachstraße 53 in 70190 Stuttgart statt. Thema dann: „Kommunale Versorgungsnetze in Stuttgart – demokratisch gestaltbar oder konzernbestimmt?“ Referenten sind Jens Loewe und Barbara Kern vom Stuttgarter Wasserforum.

4 Kommentare zu “Piratenpartei Stuttgart eröffnet Vortragsreihe mit Cannabis

  1. Pierre Käsinger

    Ich denke , das Ihr mehr Werbung für eure Vortagsreihe hättet machen können, dann hätte ich auch etwas davon mitbekommen.
    Macht Ihr auch etwas am GMM??
    Gruss Pierre

  2. Ich finde es gut das die Piratenpartei hier einmal anfängt etwas zu tun und nicht nur wie die anderen untätig rumsitzen. Auch finde ich es Gut das ihr euch die Mühe gebt und jeden Mittwoch ab 18Uhr öffnet um mit den Menschen zureden. Ein guter Anfang, weiter so!!

  3. Gut, dass die Piraten an dem Thema dranbleiben!

  4. Wenn ich den Quatsch hier so lese, kommt mir das so vor, als ob die Piraten sich in irgendwelche Dope-Fantasien verkrochen hätten. Wo bleibt eigentlich euer Bezug zur realen Politik? Da draußen bahnt sich ein möglicher dritter Weltkrieg an (Für die, zu tief aus der Pfeife geraucht haben: Stichwort Krim und deren Annexion durch Russland) und was kommt von den Piraten? Nicht mal warme Luft!

    Ich hatte tatsächlich mal vor, bei euch einzutreten aber wenn ich mir hier den Quatsch durch les, krieg ich das kalte Kotzen. Dann geh ich doch lieber zu dem Verein von Gregor Gysi.

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